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Sonne, Seen, Servicegesellschaft
ORV-Sommerwanderfahrt auf der Mecklenburgischen Seenplatte
vom 22.-30. Juli 2006
Plau am See - Mildenberg

 

 

 

Nachdem 2005 keine Wanderfahrt in den Sommerferien stattfinden konnte, bestand in diesem Jahr auch für Schüler wieder eine Gelegenheit, den Rudersport auf einem unbekannten Gewässer zu genießen. Jakob Mauritz, Dietrich Dähn, Johannes Stille, Anne-Sophie Niedermeier, Markus Heineking, Andrea Kohlwes, Norbert Wiebrecht, Michael Lanver, Christian Berlin und Jens Wegmann hatten sich entschlossen, die Naturschönheiten im nord-östlichsten Bundesland zu genießen.
Die Autovermietung hatte für uns statt des bestellten VW Transporter einen Ford Transit vorgesehen: Ein Auto mit neun Sitzen und Gepäckraum für vier Personen! So war der fünf Meter lange Kasten des Bootsanhängers trotz nur drei Zweiern randvoll mit Gepäck und wir durften die Boote am Abend vor der Jugendherberge erst einmal abladen, um an unser Gepäck zu kommen.
Mecklenburg-Vorpommern empfing uns mit bestem Wetter nach etwa fünf Stunden Fahrt in Plau am See. Direkt an der alten Hubbrücke in Plau fanden wir ein Hotel-Restaurant mit sehr gutem Essen zu noch bezahlbaren Preisen – sehr zu empfehlen.
Die erste Ruderetappe führte uns von Plau über den Plauer See zur Mittagspause in Malchow und von dort weiter über den Fleesensee, den Kölpinsee und ein kleines Stück Binnen-Müritz zum Campingplatz Ecktannen nach Waren an der Müritz. Der Campingplatz ist recht angenehm: Auf einer Wiese für Wasserwanderer ist man direkt in der Nähe vom Strand und baut seine Zelte zwar etwas schräg, dafür auf einem gepflegten Campingplatz mit gastfreundlichen Betreibern auf.
Am nächsten Morgen wehte über der Müritz nur ein leichter Wind aus Süd-West, so dass ein direktes Befahren in relativ weitem Abstand vom Ufer relativ problemlos möglich war. Die letzte Bucht fuhren zwei der drei Boote nicht aus, sondern kreuzten in maximal zwei Kilometer Entfernung vom Ufer direkt in Richtung Bolter-Kanal, in dem die Umtragestelle an der Bolter Schleuse Station für die Mittagspause war. Am Nachmittag ging es dann weiter über Woterfitzsee (mit ausgiebiger Badepause), Leppinsee, großen Kotzower See, Granzower Möschen und Mirower See zum Ruderverein Blau-Weiß Mirow. Der Ruderverein verfügt über eine kleine (und nicht ganz saubere) Küche sowie einen Raum, in dem bis etwa zwölf Personen bequem übernachten können. Traumhaft mit einer großen Wiese am See gelegen eine absolut empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeit.
Am dritten Rudertag genossen wir das fantastische Wetter auf der Müritz-Havel-Wasserstraße beim Überqueren des Zotzensees und des Vilzsees. Wir entschlossen uns statt des direkten Weges für einen Umweg über den Rätzsee. Dort dürfen keine Motorboote fahren, so dass das Rudern ein besonderer Genuss war. Eine Fussgängerbrücke über den Drosedower Bek ist ideal, um dort mitten in einem Waldgebiet eine Mittagspause einzulegen. Anfi musste allerdings die Brötchen und die kühlen Getränke recht weit auf einem abenteuerlichen Weg durch den Wald tragen. Gestärkt gingen wir die restlichen Kilometer über Labussee, Canower See, Pälitzsee, Hüttenkanal, Tiezowsee und Schlabornsee Richtung Bikowsee an. Christian erwies sich als excelenter Steuermann, denn er schenkte Markus und mir bei brütender Hitze noch zwei zusätzliche Kilometer in die falsche Himmelsrichtung… Ziel der Etappe war das Naturcamp am Bikowsee, das leider nur bedingt für die Übernachtung zu empfehlen ist: Die ruhige Lage mit schönem Strand sprechen für das Quartier. Der Platzwart, der uns zu militärischem Aufbau unserer Zelte in Reih’ und Glied verdonnerte sowie die nachts verschlossenen Waschräume in Plastik-Kompakt-Bauweise können einem den Aufenthalt unangenehm sein lassen.
Mittwoch war ein Ruhetag eingeplant. Jakob, Michael, Christian und Dietrich nutzten diesen für einen Ausflug nach Schwerin, um sich dort u. a. die Ausstellung des umstrittenen Bildhauers Arno Breker anzuschauen. Der Rest stattete dem kleine Ort Rheinsberg einen Besuch ab und erledigte die Einkäufe für das abendliche Grillen.
Die vierte Etappe führte uns zunächst zurück bis auf den Pälitzsee und dann weiter über den Ellbogensee und den Ziernsee zur Mittagspause in klein Menow: Direkt hinter der ausfahrt aus dem Ziernsee kann man auf der Backbordseite sehr gut anlegen. Nach der Mittagspause ging es über Menowsee, Röblinsee, Havel und Stolpsee zum Campingplatz Himmelpfort, der diesmal sehr gute saubere Waschräume und freundliches Personal zu bieten hatte. Dafür ist die Wiese zum Zelten nicht ganz so schön, aber letztlich ein empfehlenswerter Campingplatz. Und als ich am nächsten Morgen um sieben Uhr die bestellten Brötchen abholen wollte, meinte ein Dauercamper: „Das können ´se hier gleich vergessen, die machen vor acht nicht auf und geben Ihnen auch vorher nichts.“ Umso erstaunter sein Blick, als ich keine zwei Minuten später mit sechzig Brötchen einen Nebeneingang des kleinen Ladens verlies – vielleicht lohnen sich die Mengen für Wanderruderer einfach mehr?
Die vorletzte Etappe ging zuerst über die Havel (mit Umtragen an einer defekten Schleuse) bis zum Abzweig bei Havel-Kilometer 32,5 in Richtung Kuhwallsee zur Mittagspause an der Schleuse Kannenburg. Hier ist direkt an der Schleuse eine Gaststätte, so dass auch Gruppen ohne Selbstverpflegung eine gute Gelegenheit zur Mittagspause haben. Zum Naturcampingplatz am Gleuensee führte unser Weg über Lankensee, Röddelinsee und Templiner See. Entgegen der Beschreibung in der Wasserwanderkarte ist die Schleuse in Templin neu gebaut und somit kein Umtragen, allerdings unter Umständen längeres Warten erforderlich. Die Übernachtung am Gleuensee ist landschaftlich wiederum wunderbar gelegen, allerdings ist der Weg von der Wasserwandererwiese zu den Sanitätgebäuden etwa 500 Meter lang, so dass der Campingplatz letztlich trotz freundlichen Personals und sauberer Anlagen nur bedingt für Ruderer zu empfehlen ist. Abends konnten wir noch Jakobs Freundin Natalja am Bahnhof abholen, die uns für den letzten Tag besuchte – was sie auch direkt mit einer Taufe anlässlich ihrer ersten Wanderfahrt bezahlen musste… Vor der Nacht konnten wir gerade noch rechtzeitig alles im Auto und in den Zelten verstauen, ehe ein heftiges Gewitter einsetzte. Leider regnete es auch noch am nächsten Morgen, so dass wir im großen Familienzelt von Norbert frühstücken mussten.
Am letzten Rudertag war die Hälfte der am Vortag erruderten Kilometer wieder in die entgegen gesetzte Richtung zurückzulegen bis im Anschluss noch zehn Kilometer Havel auf dem Programm standen. Zum Abschluss übernachteten wir auf einer Wiese am Ziegeleipark in Mildenberg – als Quartier ausgesprochen zu empfehlen.

Fotos zur Fahrt

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